Internationale Reisen
Sers Leute! Ihr interessiert euch also für Bullireisen, die den Horizont der Weltenbürger die Ehre gereichen und Grenzen nichtig werden lässt. In meiner mittlerweile annähernd 6-jährigen Karriere als "Freiheitskämpfer" mochte ich diese letzten Abenteuer auch nicht missen und machte mich auf einige Touren dieser Größenordnung durch Europa auf. Zugegeben, Europa ist groß und bis dato hat mich der Wind nur in den Süd_Westen oder den Norden geweht, doch wird die Leidenschaft des Reisens und des Lebens an den Grenzbereichen der Zivilisation hoffentlich nie erlischen, so dass auch auch die Touren irgendwann stattfinden, die wegen Waldbrand oder sonstiger Umstände noch nicht durchgezogen werden konnten. Besonders reizen würden mich einmal die Tour "Around the baltic sea": Also eine Rundreise mit dem Bulli um die Ostsee herum, durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Russland, das Baltikum und Polen. Es soll dort ja herrliche Landstriche geben, und das was ich bis dato von der Bevölkerung mitbekommen habe finde ich an Lebensgeist und Gastfreundschaft beneidenswert. Die zweite Tour ist die Tour, die wir im Sommer 2007 wegen den Waldbränden in Griechenland leider nicht fahren konnten. Aber lest euch dazu vielleicht mal die Urlaubsberichte unserer Bullireisen durch.
Informationen zu den unten beschriebenen Stellplätzen findet ihr hier: Bullistellplätze in Europa
Peace out and enjoy the ride!!
|
Aug 2002 - 6000km Frankreich, Spanien, Portugal. Knapp Zweiwöchige Tour mit dem Hauptziel einer Aussteigersiedlung im Zentralportugiesischem Hochland in der Nähe von Coimbra, wo Freunde von mir ein Haus für den Lebensabend gekauft haben. Frankreich und Steppe Zentralspaniens also nur von den endlosen Straßen aus gesehen. Erst eine Woche anstrengender Renovierungsarbeiten, Schlafen in einem Zimmer das nur noch ein halbes Dach hatte, Einzig Fließende Wasser der Wasserfall des klirrend kalten Gebirgsbaches, Strom natürlich nicht vorhanden. Klammer Atem der latenten Waldbrandgefahr stets im Nacken. Back to the essentials. Geile Erfahrung die man unter Garantie nur einmal im Leben bekommt. Anschließend eine Woche die portugiesische Atlantikküste runter. Zahlreiche Stellplatzmöglichkeiten direkt am Meer von denen wir nie vertrieben worden sind. Endlich Urlaub. Endlich Chill-out. Rückfahrt mit Zwischenstop in Paris. Wegen Geldmangels direkt an den Straßenrand in südlichen Pariser Randgebieten gestellt. Geht alles! :-) Vorsicht aber vor streunenden Straßenhunden :-) |
| Apr
2003 - 1500km Belgien, Niederlande, Flandern.
Ersten Strahlen einer jungen Aprilsonne. Frühling begrüßt, Freiheit der Jugend willkommen geheißen und in unserer Mitte aufgenommen. Einzige Ziel die Altstadt von Brügge. Ansonsten treiben und mitspülen lassen. Morgens aufgebrochen. Letzte Besorgungen, die Unbeschwertheit des Urlaubs erfahren. Fahrtroute in einem Stück angesetzt. Erste Etappe Belgien. Vorsicht bei den Stadtringen von Antwerpen! :-) Eher durch unverschämtes Glück als durch Können die richtige Ausfahrt gefunden. Unbedingt vorher genauestens Informieren wie man Antwerpen zu fahren hat! Sehr kompliziert. Einzige Konzentration des Urlaubs. Stellplatz direkt am Standrand von Knokke, BEL am Strandparkplatz. 50m Fußweg, Abgeschiedenheit trotz Stadtnähe. Segelmarina, die erste Sehnsucht nach Freiheit auf Meeren aufkommen ließ. Einkaufsmöglichkeiten kein Problem. Sprache entspricht Musik, Worte sind Töne. Nach wenigen Tagen Richtung NL aufgebrochen. Cadzaand-Bad. Ruhiger Touriort an wunderschönem Strand. Abgelegener aber dunkler Stellplatz. Wildcampen damals noch möglich. Rotwein im Sonnenuntergang. Zigeunerseelen. Freedomtours. |
| Aug
2003 - 2000km Nordsee, Ostsee, Dänemark, Skagerak.
Abfahrt gegen 20.30h aus Bielefeld. Erste Übernachtung an Autobahnparkplatz, frisch am frühen nächsten Morgen an der Ostsee angekommen. Guter Stellplatz auf einer Wiese in Kappeln gefunden. Die Ostsee, ein Stillleben - Treibsound. Einatmen, horchen. Being lonely. Etre seule. Nach wenigen Tagen weitergefahren Richtung Dänemark. Land meiner Ahnen. Über Esbjerg zum Fjord von Ringkobing. Location auf der Landzunge bei Hvide Sande, schon damals mit meinem besten Freund beim Roadtripping (Knappe Woche nur mit Schlafsack unter freiem Himmel durch DK nach dem Abi)gefunden. Sturmtief aus Schweden erwischt. Schwarzer Horizont, starke Böen. Leute in Ölzeug und Parkern, wir Nacktbaden im Meer. Kraft der Elemente besiegt. Nach zwei Tagen Sturmtief und lesen im Bulli Aufbruch nach Norden. Gammel-Skagen. Wieder mordsglück mit dem Stellplatz. Trotz Höhenschranken und Verbotsschildern für Wohnmobile konnten wir überall stehen. Schlafen im Auto halt. 100m Fußweg durch feinen Dünensand bis zum Meer. Verbindung der Weltmeere, Verschmelzen der Ozeane. Skagerak. Bewundernswertes Naturschauspiel. Rückweg durch Jütland in einem Ride.
|
| Jul
2005 - 2000km Flandern, BeNeLux, Frankreich.
Erste längere Straßemarmada. Keine Tourplanung. Wo es uns hintreibt, sind wir zu Haus. Wo es uns gefällt bleiben wir. Wo es nicht stimmt tauchen wir wieder in den Strom ein. Treffen mit Uerpses Bulli, der vorher Freunde in Holland besucht hat in Knokke auf neuem Strandparkplatz. Frontscheibe durch Meer ersetzt. Direkter Blick auf die See. Wetter im Gesicht. Chillen im Bulli, Gelassenheit, Shishasmoking. Aufbruch nach Cadzaand. Warnung vor Wildcampen! Campingplatz also. Tiefdruckgebiet über gesamt Nordwesteuropa. Planung am nächsten Tag aus dem Wetter rauszufahren. Karten lesen. Was ist machbar? Aufbruch nach Frankreich, Ärmelkanal. Wärme. Sonne. Stellplatz in Stella Plage. 70er Jahre Hochburg. Nur 70er Jahre :-) Unglaublich schön. Unglaublich entspannt. Campingplatz zum waschen direkt nebenan. Nach 4 Tagen weiter Richtung südlicher Kanal. Stellplatz unter den Steilklippen von St. Valerie en Caux. 20m Hinter uns 150m Felswand. 20m vor uns das Meer. Verbindung der Extreme, Aufeinanderprallen der Elemente. Yauchtingpool, Marina. Seglerleidenschaft endgültig geweckt. Erneute Etappe in Stella-Plage. Strandsehnsucht. Rückweg. What could be better than one night in Paris - Vacations in Stella!
|
| Sep
2007 bis Okt 2007 - 10.000km SüdWestEuropa
Ursprünglich gab es zwei Alternativrouten, die einzig und allein durch die Prämisse verbunden wurden, dass sie uns geradewegs in die Sonne fahren sollten. Die eine Tour sollte über Österreich, Kroatien, Albanien etc. runter auf die griechische Halbinsel führen, die Andere, der Klassiker halt, Richtung FRA, E, POR. Die Frage nach Abenteuer oder Entspannung musste also entschieden werden. Leider brennt unsere Abenteuerroute zur Zeit, und des Weiteren wurde aufgrund von Unistreß der Wunsch nach relaxen und "hinterm Lenkrad sitzen und sofort im Urlaub sein" immer größer, so dass wir uns für den entspannenderen Klassiker entschieden haben. Aber hey, aufgehoben ist ja schon seit jeher ganz klar nicht aufgehoben! Wir sind jung, wir haben die Möglichkeit, wir versprechen Leben, wir haben den Geist! Mal gucken was 2008 und 2009 so mit sich bringen. Pionier musst ich nie sein. Das Prinzip unserer Freiheit war das Selbe wie im JUL 2005: Wo es uns gefällt blieben wir, wo es uns nicht gefällt fuhren wir weiter. Als Reisedauer haben wir uns stumpf einen bestimmten Etat zum aufbrauchen gesetzt, und hofften, dass es bei sparsamer Lebensweise 3 - 4 Wochen dauert bis dieser Etat aufgebraucht ist. Das hat auch so ziemlich genau hingehauen, wobei man klar sagen muss, dass der einzige Luxus den wir uns zwischendurch gegönnt hatten ein Abendessen im Restaurant und 2 Hotelübernachtungen in F1-Hotels gewesen sind. Wir haben zwar sparsam gelebt, aber wir haben gelebt und es uns auch gut gehen lassen. Sind nach unserem Aufbruch erst einmal zum relaxen nach Stella Plage gefahren, an den Stellplatz den wir schon kannte, und konnten so das erste Mal in Sonne baden und im Atlantik schwimmen. Als es nach 3 Tagen anfing zu regnen entschieden wir uns in unsere temporäre Wahlheimat Le Mans zu fahren. Nostalgisch und mit der Vergangenheit verbunden genossen wir Urbanität. Am nächsten Tag fuhren wir nach Biscarosse Plage. Ein herrlicher Stellplatz in einem Kiefernwald und traumhaftes Wetter. Dazu Strandduschen zum waschen. Die Leute gucken, aber das ist mein Traum. Ein Leben wie bei Peter Lustig. Bulli repariert, Nach 3 Tagen kam der Regen, wir fuhren. Pyrenäen, Zentralspanien, Salamanca und Grenze an einem Tag. Die Anstrengung, die herrlich ist. Raststättenschlaf. Weiterfahrt in glühender Hitze, Algarve. Felsen, Buchten, Steilküsten. Sympathische Vagabunden inmitten des europäischen Reichtums. Westalgarve. "The Hills have eyes". The hills have Dogs. Flucht. Sandalgarve, breite Strände, Grenzflüsse, warme Wasser und süße Städte und Dörfer. Traumstellplatz. Coole Leute, eine Menge Erfahrungen. God save the English! Aufbruch bei Regen, Sevilla, Alhambra, Sierra Nevada Costa Blanca. 2 Tage Sonne. 1 Tag Überflutung. Straßen dicht, Autobahnen gesperrt, Flucht nach Norden. Südfrankreich. Leucate Plage. Wind. Sonne. Ausblick. Stellplatz 30m vom Mittelmeer entfernt. Rückfahrt. Clermont Feront, Europas höchste Autobahn. Klirrende Kälte in den Alpen und im Zentralmassiv. Vogesen gesehen. Nancy, Schengen. Nach einem Monat leben im Bulli wieder in der Heimat. My home is where my heart is. Moyela lives!
|
| Aug
2008 - 3.000km Frankreich Erneut der Plan, fernab vom Stress der Zivilisation die Seele beim Aussteigerleben baumeln zu lassen. Wahrscheinlich das letzte mal, dass der Bulli Heimat für einen so langen Zeitraum sein wird. Tour schnell gefunden: Wahlheimat Frankreich, savoir vivre, die französische Leichtigkeit und die Brisen des Sommers spüren. Traumhaft. Kann im groben in 2 Teile unterteilt werden. Die ersten beiden Wochen viel gesehen, gelesen, Kultur erlebt und auf Reisen gewesen. Stella Plage, Le Touquet, Rouen, Le Mans, La Rochelle. Übergesetzt auf eine kleine französische Atlantikinsel. Traumwetter, traumhafte Dörfer. Alles strahlen weiß verputzt, Rosenranken, durch und durch schief. Ile de Re lohnt sich eine Reise. Brückenmaut von 16€ für Hin- und Rückweg war eine gute Investition. Radtouren. Anschließend via Schiff über die Girondemündung. Weiterfahrt durch das Medoc, Rothshilds Chateau und endlose Weiten Weins. Bordeaux. Schön wie eh und je. Immer eine Reise wert. Schauer ohne Unterbrechung. Teuer. Biscarosse- Hort der Sonne und Entspannung. Hippies, Hunde und Aussteiger aller Herrenländer. Topas- habe die Ehre! Rock on! Schauspiel der Wellen nicht zu beschreiben. Schwimmen war spielen mit den Elementen. Kein mal umgehauen worden. Traumhaft. Arbeit, Arbeit, Arbeit zwischendurch führt zu entspannten Ergebnissen und gutem akademischem Gewissen. Von Westen nach Osten weitergezogen, auf der Suche nach den Weltmeeren. Atlantik ade. Mediteranné on vient. Frühaufsteher, Bäder im Sonnenaufgang. Der Morgen ist ein eigenes Universum. Groß. Weit. Ruhe. Entspannen im Bulli. Sonne zu stark in der Mittagszeit. Sternschnuppen. Grenoble hat gegen die Sonne verloren- die Schweiz kreuzt nicht unseren Weg. Pläne dort und in Österreich einen gesonderten Urlaub zu verbringen. Rückfahrt über Straßbourg. Traumhaftes Städtchen, traumhaftes Elsass. Herrlich. Sehnsucht auf Freiheit bleibt. Leben an den Wurzeln der Erfahrung ist mein Ding. Life I love you! Feeling groovy. |
zurück zu Continental
zurück zur Startseite