Ausbau - PLATZWUNDER MOYELA
Grundlage des Vans ist ein VW T4 Transporter aus dem Jahr 1994. Zuerst fing ich damit an den Transportbereich zu isolieren. Hierzu wurden alle Seitenverkleidungen abgenommen und mit Isoliermaterial ausgelegt. Anschließend verlegte ich Holzparkett auf dem ansonsten ungemütlichen Boden. Moyela soll mein Reich sein, Moyela soll perfekt sein. Dann überklebte ich die teilweise kaputten Seitenverkleidungen mit Teppich. Nun konnte es also an den eigentlichen Ausbau gehen. Ansprüche waren, dass der Bulli Platz für 3 Personen zum autarken Leben bietet. Das heißt es muss eine bedarfsmäßige Küche her, ein Badezimmer, ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und ein Arbeitszimmer, plus Schränke und Aufbewahrungsmöglichkeiten. Und das alles auf einem Raum, der knappe 3 qm groß ist. Nach dem Vermessen baute ich in den hinteren Teil eine ca 1m Tiefe Kiste aus Sperrholz, die die Radkästen verdeckt, und das Grundgerüst für Bett und Sofa bildet. Hierzu zog ich aus Statik-Gründen eine Mittelwand in die Kiste. Durch das gleichzeitige einsetzen von Türen, die von Vorne und Hinten erreichbar sind, schaffte ich eine Menge Stauraum, der von allen Seiten verfügbar ist. Auf die Kiste installierte ich ein Brett, dass in vier Elemente unterteilt, und entsprechend einer Ziehharmonika wieder zusammengeschraubt wurde. So erhielt ich ein Klappsofa mit Lehne, das bei ausgeklappten Zustand ein 1,5m mal 1,90m langes Bett formt. Als Stützen dienen einfache, aber sehr stabile Mineralwasserkisten. Einen fest installierten Tisch gibt es aufgrund der Ausklappmöglichkeit nicht. Dies löste ich jedoch dadurch, dass die Bettstützen auch binnen weniger Handgriffe zu einem Tisch umfunktioniert werden können. Esszimmer und Arbeitszimmer also mittels weniger Handgriffe verfügbar. Zu guter letzt besorgte ich nun noch eine Campingtoilette, die ich mit einem Kasten verkleidet und mittels dieses Kastens an den anderen Ausbauten verankert habe.
Zeichnungen und Modellskizzen zum Bulliausbau
Hier seht ihr den ganzen Ausbau vom Bulli noch einmal in mehreren Zeichnungen. Versuche die entscheidenden Kniffe und Tricks dazu noch zu beschreiben, aber ich denke, dass der Text oben schon viel erklären kann.
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Dies ist die Klappkonstruktion aus Sperrholzplatten, die das Bett und die Couch bilden. Sie besteht aus 4 Elementen, die ausgeklappt eine Fläche von 1,90m x 1,50m haben. Sind gerade allerdings nur Schätzwerte, werde den Bulli aber bald mal ausmessen. Die grünen Striche in Element 3 deuten Schaniere an, mit denen die Konstruktion in der Bulliwand verankert sind. Unterhalb der Heckfenster, die bei mir zugeschweißt sind, hat die Wand einen Hohlraum, in den ich auf jeder Seite zwei kleine Löcher gebohrt habe. Die grünen Kreise in den Elementen 2 und 3 dienen dazu, bei eingeklapptem Zustand (wie er oben rechts angedeutet ist) eine Schraube durchzuziehen, so dass die Elemente bei einem starken Bremsmanöver von selbst aufrutschen können. So hält das Gestell bombenfest und nichts jagt einem durch einen Mordsknall mehr einen Schrecken ein wenn die Konstruktion vom Kasten rutscht :-)Verbunden sind die vier Elemente, die den Mittelpunkt des sozialen Lebens in dem Bulli ausmachen, durch Klappscharniere. |
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Hier seht ihr den Holzkasten, der das Grundgerüst für nahezu den kompletten Innenausbau des Bullis bildet. Bei meinem ersten Bulli, einem T3, habe ich das Bett und die Sitzbank hinten auf den Motorblock bauen können. Da der T4 den Motor allerdings vorne hat, musste ich mir etwas ausdenken, um wieder einen Bock zu haben, auf dem das Bett und die Bank aufliegen können. Sonst könnt ich ja auch auf dem Boden pennen. Die Idee mit dem Kasten war also ziemlich nahliegend. Um die Gesamtbreite des Bullis ausnutzen zu können, mussten die Radkästen umbaut werden. Sie verschwinden also in der Kiste und Bank und Bett liegen oberhalb der Radkästen. Dadurch ist die Kiste auch gleichzeitig im Bulli fest verankert. Sie ist also nicht festgeschraubt, sondern wird durch den Widerstand der Radkästen fixiert. Da die Kiste innen hohl ist dient sie hervorragend als Schrank, so dass der Nutzplatz gegenüber dem T3 deutlich erhöht ist. Ich habe mir sowohl vorne, als auch hinten, jeweils 2 Türen in den Schrank eingebaut, so dass ich ihn auch an der Heckklappe öffnen kann, was insbesondere dann praktisch ist, wenn das Bett ausgeklappt ist. Die Wand in der Mitte, die ich in der Zeichnung in grau angedeutet habe, dient der Statik. Immerhin pennen bis zu 3 Leute auf der abdeckenden Sperrholzplatte, die ich an der Oberseite der Kiste befestigt habe (Habe diese Platte allerdings aus Gründen der Anschaulichkeit in der Zeichnung weg gelassen). So wird auch der Schrank in zwei Hälften unterteilt, was eine gewisse Ordnung heißt, die man insbesondere dann schätzen lernt, wenn man monatelang im Bulli lebt. |